Stand in der Edisonstrasse hatte kompetenten Besuch

Veröffentlicht am 08.09.2013 in Ortsverein

Catharina, Yasmin, Frank

Vor einigen Wochen hat Peer Steinbrück sein Kompetenzteam bekannt gegeben. U.a. Mitglied dieses Kompetenzteams ist auch eine Bremerin: Yasemin Karakasoglu. Um so mehr hat es uns am Samstag gefreut, dass Yasemin am Stand in der Edisonstrasse war. Ganz besonders mit Ihrer Erfahrung in Bildung und Wissenschaft, ist sie ein ganz wichtiger Baustein im Team und natürlich besonders wichtig für Bremen.

Hier für alle, die noch nicht Yasemins Vorstellungen kennen, ein Ausschnitt, wofür Yasmin steht:

Ich freue mich darauf, meine Expertise für die Bereiche Bildung und Wissenschaft in Peer Steinbrücks Kompetenzteam einzubringen. Darin sehe ich eine Chance, die mir besonders wichtige Verbindung zwischen Bildung, Wissenschaft und Gesellschaft voran zu bringen.

In einer Wissens- und Informationsgesellschaft stellt Bildung das Bindeglied der Gesellschaft dar. Bildung ist Grundlage von Wissenschaft und Technologie. Bildung ist zusammen mit diesen eine Kernressource Deutschlands, deren Qualität ebenso die politische wie ökonomische Zukunftsfähigkeit des Landes maßgeblich bestimmt. Für mich ist Bildung dabei nicht auf den Erwerb von berufsbezogenen Kompetenzen zu reduzieren. Bildungsziele wie die Befähigung zur Selbstbestimmung und Mündigkeit sind mindestens ebenso wichtig. Eine weitere Anforderung an Bildung sehe ich in ihrer konsequenten interkulturellen und internationalen Ausrichtung. Hier hat Deutschland –so auch das Ergebnis meiner eigenen Forschung - großen Nachholbedarf. Eine interkulturelle und internationale Öffnung ist so wichtig, da Globalisierung und Migration maßgebliche Faktoren sind, die unsere Gesellschaft verändern. Mit diesen Veränderungen umgehen zu können, ist eine Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts. Über die damit verbundenen, notwendigen Veränderungen in Inhalten, Strukturen und Methoden im Bildungs- und Wissenschaftssystem - auch im Sinne eines Bekenntnisses zur Inklusion - würde ich gerne eine breite gesellschaftliche Debatte führen.

Es ist überfällig, dafür zu sorgen, dass die Ausgaben für Bildung ihrem gesellschaftlichen Stellenwert entsprechen und ich unterstütze sehr das Ziel der SPD, die staatlichen Bildungsausgaben mindestens auf das Durchschnittsniveau der OECD-Staaten anzuheben. Eine stärkere Mitwirkung des Bundes auch im Schulbereich, die durch die Aufhebung des Kooperationsverbotes möglich wäre, bietet darüber hinaus den in finanzschwachen Bundesländern dringend benötigten Handlungsspielraum. Hier spielt auch die angekündigte Fortsetzung des Ganztagsschulprogramms eine wichtige Rolle.

Unser Hochschulsystem muss dem anspruchsvollen Ziel gerecht werden, Bildungsgerechtigkeit mit internationaler Wettbewerbsfähigkeit zu verbinden. Hochschulpakt, Qualitätspakt Lehre sowie die Exzellenzinitiative sind wichtige Instrumente zur temporären Unterstützung der Hochschulen in der Lehre sowie zur Setzung neuer Impulse in der Forschung durch den Bund, die weiter geführt werden müssen. Sie decken aber nicht die massiven Lücken in der Grundfinanzierung der Hochschulen. Dem Bund muss durch die Aufhebung des Kooperationsverbotes daher die Möglichkeit gegeben werden, die Hochschulen auch bei der Grundfinanzierung zu unterstützen, denn die derzeitige Unwucht zwischen Drittmittel- und Grundfinanzierung schadet der Freiheit der Forschung, gefährdet die Qualität der Lehre und behindert die langfristigen Entwicklungsperspektiven unseres Hochschulsystems.

 

TOM

 

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