Der Aufreger der Woche: „So, so Frau Neubaur“

Veröffentlicht am 07.10.2018 in Ortsverein

Selbst, wenn man selbst in der Politik unterwegs ist, sind solche Aktionen immer wieder verwunderlich.

Da „haut“ die NRW-Grünen-Chefin Mona Neubaur in Sachen „Hambacher Forst und Braunkohle-Abbau“ erstmal richtig einen raus und tut so, als wenn die Grünen die großen Klimaschützer wären. 

Leider entsteht hier ein komplett falscher Eindruck: 

Richtig ist:

Die Grünen haben 2016 mitzugestimmt, die Braunkohlenutzung bis 2045 zu erlauben und den Hambacher Forst dafür zu opfern.

Im Mai 2016 gab es eine Leitentscheidung der rot-grünen Landesregierung, das Braunkohle im rheinischen Revier weiterhin erforderlich ist. Die Leitentscheidung sah eine Verkleinerung des Tagebaus in Hambach nicht vor. Das hat der damalige Minister für Umwelt und Naturschutz ! von den Grünen, Johannes Remmel mit in der Öffentlichkeit präsentiert.

Und plötzlich spricht Frau Neubaur vom Volksfest für den Klimaschutz und Irrwegen? Eine Begründung scheint ja wohl unter anderem im Weltklimaabkommen von Paris vom November 2016 zu liegen.

Angeblich sei nach dem Abkommen klar, dass „nicht mehr alle Kohle gefördert werden“ dürfe.

Upps, da entsteht doch ganz schnell der Eindruck, die Meinung der Grünen hätte sich nach dem Pariser Klimaabkommen geändert und Frau Neubaur wäre schon immer auf dem richtigen Weg gewesen. 

Aber weit gefehlt! Die Grünen haben im Februar 2017, also Monate nach Paris, den Landesentwicklungsplan in Kraft gesetzt, der die Leitentscheidung des Landes bestätigt.

Das Fazit daraus überlasse ich Eurer/Ihrer Fantasie.

Tom

 

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