
Am 26.10.2016 war unsere Bundestagsabgeordnete Sarah Ryglewski zu Ihrem zweiten Stadtteiltag in diesem Jahr in Horn-Lehe. Die einzelnen Besuche im Stadtteil wurden vom 1. Vorsitzenden des SPD Ortsvereins Horn-Lehesterdeich, Tom Hanke, unterstützt und begleitet. Bei diesem Stadtteiltag in Horn-Lehe stand das Thema junge Menschen im Fokus. Einrichtungen und Vereinen ist es zu verdanken, dass ein breites Angebot für Kinder und Jugendliche besteht, dass nicht nur die Freizeitgestaltung sichert, sondern auch Hilfe im Notfall leistet.
Bereits im 16. Jahrhundert gegründet, ist Alten Eichen die älteste Sozialeinrichtung für Kinder und Jugendliche Deutschlands. Das breit gefächerte Angebot stellten mir Frau Hüsing, Frau Hopster, Frau Soltau und Herr Blischke vor. In unterschiedlichen Gruppen werden Mädchen und Jungen betreut, die zeitweise nicht bei ihren Eltern wohnen können oder wollen. Die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen bereiten außerdem auch minderjährige Geflüchtete auf ein eigenständiges Leben in Bremen vor. Das Team leistet hervorragende Arbeit. Sarah zeigte großen Respekt vor der Herausforderung, Familien beim Zusammenleben zu helfen und Geflüchteten zur Seite zu stehen, bei den ersten Schritten durch kulturelle Unterschiede und Bürokratie. Problematisch bewertet das Team die 75-Prozent-Regelung, die vorsieht, dass Auszubildende, die in einer Jugendhilfeeinrichtung leben, Dreiviertel ihres Gehalts zur Refinanzierung abgeben müssen. Die hohe Abgabe demotiviert eher, als dass sie junge Menschen für eine Ausbildung oder einen Nebenjob begeistert. Sarah hat sich dem Thema sofort angenommen und prüfen, was hier an Veränderungen möglich ist.
Viele junge und ältere Menschen zieht auch der Verein TV Eiche Horn. Rund 3800 Mitglieder nutzen das Sportangebot auf den Plätzen, die mittlerweile überbelegt sind, erklärte der Vorsitzende Björn Jeschke Sarah. Die ehrenamtlichen Trainer spielen eine entscheidene Rolle bei der Integration Geflüchteter, sie vermitteln über den Sport soziale Werte. Die Trainerin Ilka Böttcher kümmert sich seit zweieinhalb Jahren um eine Gruppe minderjähriger Flüchtlinge. Mittlerweile sind die Jungs fester Bestandteil des Vereinslebens. Die gesellschaftliche Bedeutung des Sports und somit der Vereine ist nicht zu unterschätzen. Durch die Verbandsarbeit werden die Werte und Normen unserer Gemeinschaft vermittelt, Teamgeist gestärkt, Völkerverständigung trainiert und Hemmschwellen abgebaut. Damit die Integration weiterhin funktioniert, sollte es zusätzliche interkulturelle Angebote geben. Sarah setzt sich dafür ein, dass die Kommunen einen größeren finanziellen Handlungs-spielraum bekommen, um diese Projekte zu fördern.
„Horn to be wild“ heißt das Musikfestival, das Schülerinnen und Schüler in Horn ganz eigenständig bereits zum dritten Mal auf die Beine stellten. Im Ortsamt ließ sich Sarah von Marie Dießelberg - eine der Organisatorinnen - die Videos der letzten beiden Open-Airs zeigen. Klasse, dass sich aus der Initiative im nächsten Jahr ein Jugendbeirat bilden wird. Ein positiver Beiratsbeschluss liegt schon bereit und nun müssen die Wahlen realisiert werden. Jugendliches Engagement muss unterstützt werden, nur darüber lässt sich auch die Neugier für politische Funktionen wecken, darin sind sich die stellvertretende Ortsamtsleiterin Jessica Jagusch, die die Jugendlichen seit langem unterstützt, und Sarah einig.
Darüber hinaus wurde auch noch das „Haus der Familie“ in Horn-Lehe besucht. Hierzu werden wir nachträglich noch berichten.
TOM